Scharfe Fakten über Kren

Kren bereichert eine Vielzahl von Speisen durch seine typische, würzige Schärfe. Vom klassischen Kren würzig scharf über den beliebten Oberskren oder Apfelkren bis zum exotischen Wasabikren. Nachfolgend finden Sie ein paar spannende Fakten über Kren.

Fakt 1 - die steirische Wurzel

99% des in Österreich angebauten Krens kommen aus der Steiermark.
Anders als bei Gemüse wie Tomaten oder Karotten, gibt es von Kren keine unterschiedlichen Sorten. Unterscheidungen trifft man nach der Herkunft. Steirischer Kren gilt als einer der schärfsten (ohne bitteren Nachgeschmack) und schmeckt anders als etwa ungarischer Kren.

“g.g.A.” steht für “geschützte geografische Angabe”. Ist auf frischem oder verarbeitetem steirischen Kren das g.g.A.-Zeichen abgebildet, muss der Kren in der Steiermark angebaut worden sein.

Fakt 2 - Kren reißen

Damit Kren sein volles Aroma entfaltet, wird die Krenstange am senkrecht zur Reibefläche gehalten. Man spricht bei dieser Vorgehensweise von Kren reißen, nicht reiben. Damit ist gewährleistet, dass sich das volle, scharfe Aroma entwickelt. Wer sich tränende Augen ersparen möchte, der kann bereits fertig gerissenen bzw. verarbeiteten Kren kaufen.

Fakt 3 - Vermehrung: Aus Kren wird Kren

Für Kren braucht man kein Saatgut. Die schönsten Seitenwurzeln des Krens werden von den Bauern auf eine Länge von 35 cm abgeschnitten und aufbewahrt. Beim nächsten Setzen kommen die Seitenwurzeln, so genannte “Fechser” in die Erde. Sie wachsen zu einer neuen Krenwurzel heran.

Fakt 4 - Zweimalige Erntezeit

Die Bauern setzen Wurzelabschnitte des Krens im März und ernten im November oder im März des darauffolgenden Jahres. Vor der Frühjahrsernte bleibt der Kren über den Winter im Feld. 

Fakt 5 - Warum ist Kren scharf?

Die Krenwurzel ist eigentlich scharf, um nicht gefressen zu werden. Wir essen Kren unter anderem wegen seiner Schärfe. In unverarbeitetem Zustand ist die Krenwurzel übrigens nahezu geruchlos. Erst wenn man sie schneidet bzw. reißt verströmt sie den typisch scharfen Geruch.

Für die Schärfe verantwortlich ist Senföl. Es stimuliert Nerven, die Signale an die Schleimhäute weitergeben. Die Nase läuft und die Augen tränen. Scharfe Stoffe in der Nahrung wirken auf die Wärme- und Schmerz-Rezeptoren. Daher erscheinen uns scharfe Speisen heißer als sie sind.

Kreative Rezepte für die Osterjause:

Würziges Krenbrot

Der Klassiker und ideale Resteverwertung:

Gefüllte Eier